Die Zeit rennt…..

…. und wir rennen mit.

Eigentlich hatte ich ja die Absicht, regelmäßig etwas in meinem Blog zu veröffentlichen, aber dann kommt manchmal das Leben dazwischen. Und viele andere Interessen. Und viele neue Inspirationen. Und viele Neuentdeckungen – also kurzum: der Vorsatz bleibt, mal schauen, wie es sich so weiter entwickelt.

Aber wenn die Zeit schon rennt, dann ist natürlich auch handarbeitstechnisch in der Zwischenzeit viel passiert. Einiges davon will ich hier mal berichten:

Mein Fair Isle Fieber hat noch ein wenig angehalten und ich habe mich an das Wagnis begeben, einen Strathendrick nach Kate Davies zu stricken.

https://www.ravelry.com/patterns/library/strathendrick

Das Muster ist so wunderbar frühlingshaft und gefiel mir auf Anhang supergut. Die Form allerdings ist so gar nichts für mich. Also habe ich das Ganze neu gestaltet und angepasst, so dass ein für mich jetzt passender Pullover entstanden ist. Von der Form her passend, sollte ich wohl sagen. Weil…. wie blöd darf man eigentlich sein? … ich mich bei der Umrechnung von Swatch auf gewünschtes Ergebnis ganz schön vertan habe. Ich habe einfach eine falsche Maschenzahl auf 10 cm genommen und schon hatte ich mindestens 20 Maschen in der Runde zu wenig – Mist!!!

Aber der Vorteil bei Fair Isle ist ja, dass das Ganze ohnehin am Ende im nassen Zustand nach dem Entspannungsbad komplett geblockt wird. Und so habe ich das gute Stück doch noch in eine passende Form bekommen, so dass ich es anziehen kann. Ich bin sehr glücklich damit und meine Version gefällt mir – wenn ich das sagen darf – ausgesprochen gut.

Das ist das Ergebnis geworden. Gestrickt habe ich mit Shetland Wolle von BC-Garn, die mir ganz gut gefällt, die allerdings einen etwas dünneren Eindruck macht als die Shetland-Wolle von den üblichen Verdächtigen Jamieson und Jamieson & Smith, obgleich die Lauflängen sogar gleich (oder doch ganz ähnlich) sind.

Das ist „mein“ Strathendrick – Flower Power

Ich bin sehr gespannt, wie er euch gefällt.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich eine der limitierten Auflagen des knittingseason Clubs von Kate Davies ergattern konnte. Und die bislang veröffentlichten Anleitungen und kreativen Hinweise sind so inspirierend, dass ich mich gleich an die Entwicklung eigener Muster gemacht habe. Mit sehr viel Spaß, wie ich sagen darf. Leider ist Kate aktuell erkrankt, so dass der Club pausiert, aber das macht ja nichts. Es gibt allein jetzt schon so viel zu stricken, zu entwickeln, zu überdenken, dass die Zeit gut genutzt werden kann.

Hier zeige ich euch mal die von mir gezeichneten und probegestrickten Muster:

Und die Knitting Season Mütze wurde auch noch so rechtzeitig fertig, dass sie die winterlich kalten Ohren wärmen konnte.

Für jetzt soll es reichen, beim nächsten Mal werde ich erzählen, wie ich nach langen langen Jahren wieder ans Nähen gekommen bin und was das alles ausgelöst hat.

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Ein Blick in den Sommergarten

Durch Zufall wurde ich aufmerksam auf einen tollen KAL, der auf Ravelry bei  Lanade angeboten wurde. Gartenblick – ein sehr schönes Pattern von Corinna Tengler, das man im Blog von Lanade gratis herunterladen konnten. Parallel dazu wurden wunderbar ausgewählte Kits angeboten, die wirklich verlockten. Wen es interessiert, hier kann man sich das anschauen: https://www.lanade.de/blog/gartenblick-mystery-kal-teil-1/

Seitdem ich jedoch auch noch selbst spinne, muss ich wirklich mal dafür sorgen, dass die vielen Wollvorräte auch verarbeitet werden, also habe ich mir verboten, neue Wolle zu kaufen. 

Und so fand  gut abgelagerte schöne Wolle ihre neue Bestimmung, und ich habe quasi mit Fremdgarn und etwas zeitversetzt an dem tollen KAL teilgenommen.

Hier weiß jemand nicht, was ein KAL ist? Ach je, das bedarf natürlich einer Erklärung. KAL ist die Abkürzung von Knitalong, also einige mehr oder weniger verrückte StrickerInnen tun sich zusammen und bearbeiten mehr oder weniger zeitgleich dasselbe Muster. Da jede und jeder mit unterschiedlichen Farben und ggf. auch Garnen arbeitet, kommen trotz desselben Musters die wunderbarsten und ganz verschiedenen Ergebnisse dabei heraus. 

Man hat die Möglichkeit, sich im KAL auszutauschen, Fragen zu stellen, Erklärungen zu finden bei Mustern, die man noch nicht kennt oder nicht verstanden hat – alles in allem also ein Riesenspaß. 

Bei mir hat es schon geraume Zeit in Anspruch genommen, weil der „Gartenblick“ erstens riesig groß ist (220 cm x 55 cm) und zweitens, weil ich auch noch mehrere andere Projekte auf den Nadeln oder dem Webstuhl hatte und habe. Aber macht ja nix, wir haben ja noch ein paar Tücher im Schrank, gell?

Mein Gartenblick ist ein ganz sommerlicher geworden aus gelb, weiß und grün. Ihr könnte ihn hier begutachten und schauen, ob er euch gefällt. Falls ja, hinterlasst gern einen Kommentar, falls nein – ebenfalls!

In Love with Fair Isle

Carraig Fhada von Kate Davies hat mich erneut total in die Welt des bunten Strickens mit vielen Farben entführt. Es hat zwar gedauert, bis ich wieder mit zwei Fäden stricken konnte – und by the way – leicht fällt es mir immer noch nicht, aber das Ergebnis entschädigt für alle Mühen.

Mein Göttergatte war ebenfalls ganz begeistert und orderte gleich für sich auch einen Fair Isle Pullunder. Dieser sollte möglichst aus Naturfarben sein.

Mit Hilfe des tollen Buches von Mary Jane Mucklestone „200 Fair Isle Muster“ habe ich einen eigenen Entwurf gemacht. Ich musste die Muster auch tatsächlich komplett aufzeichnen, weil sie sich ja von Mustersatz zu Mustersatz versetzen und ich genau wissen musste, wo ich dann jeweils starten muss.

Ein kleiner Ausflug in De lütt Wullstuw nach Prerow war erfolgreich, im Einkaufsbeutel landeten eine Menge kleiner Knäuel von Jamieson & Smith in sechs verschiedenen Farben.

In der Größe (nämlich XL) war es schon ein längerer Prozess, bis der Pullunder fertig wurde. 

Aber am Ende sind wir doch beide sehr zufrieden, ich mit meiner Arbeit und er mit seinem schönen neuen Pullunder.

Ich wünsche allen ein kreatives schönes Wochenende mit vielen Ideen und Umsetzungen.

Babydecke für Rosalie – zum zweiten

Jetzt ist sie also fertig – die Babydecke für Rosalie. Rosalie erblickte am 04.11. das Licht dieser Welt, und wir wünschen ihr ein gesundes, inspirierendes, wunderbares Leben in einer hoffentlich friedlichen Welt.

Da wurde es Zeit, dass die Babydecke vom Webstuhl kam. Und hier ist sie also nun, passend zum Namen wurden die Farben gewählt.

Ich habe sie noch mit einer Umrandung versehen, damit sie gut waschbar ist. Sie wurde in Rosengang gewebt, ein sehr klassisches Muster, das bei kontrastreichen Farben auch sichtbar unterschiedliche Seiten produziert. Hier ist das nicht ganz so gut zu sehen, weil die Farben einander ähneln. Am Ende, also nach waschen, versäubern, säumen ist sie 59 x 95 cm groß geworden.

Achtung, jetzt kommt eine Bilderflut, und damit will ich es auch für heute bewenden lassen.

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Lasst es euch gut gehen und habt viel Spaß bei all euren kreativen Aktivitäten.

 

Fischgrätchen – endlich fertig

Hier zeige ich euch meine neue Weste, gestern und heute genäht und zuvor das Garn gesponnen und den Stoff gewebt.

Hier das Ergebnis und die Vorgeschichte folgt hernach.

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Vor einigen Wochen hatte ich schon von meinen neuen Garnexperimenten berichtet. Ich habe nämlich für einen Stoff einiges an Garn gesponnen – 400 g polnische Merino in dunkelblau und 400 g Merino superwash in schön bunt. Daraus wurde auf meinem kleinen David, meinem Lieblingswebstuhl, das Fischgrätchen, ein toller bunter Stoff, der genau meinen Vorstellungen entsprach. Da der Webstuhl ja nur 70 cm Webbreite hat, kamen trotz vollem Einzug ca. 59 cm Breite nach Waschen und Dämpfen raus, so dass ich ein passendes Nähmuster finden musste. Und so sieht der fertige Stoff aus.

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Es sollte eine Weste werden und am Ende habe ich mich für eine Nähanleitung entschieden, die ich auf Etsy gefunden habe: Weste Käte von Engels Schnitt. Der Schnitt kam superschnell bei mir an, so dass ich nur noch etwas zusätzliches Zubehör kaufen musste wie teilbaren Reißverschluss und Stoff für das Kapuzenfutter und als Beleg. IMG_5606

Ich saß so lange schon nicht mehr an der Nähmaschine, ich musste mich erst einmal wieder erinnern, wie man so etwas angeht.

Also frisch ans Werk und den Stoff zum Zuschneiden vorbereiten. Mein Gewebtes hat so  gerade gereicht, unabdingbar aber war, dass es ein Schnitt mit Teilungsnähten und mithin aus mehreren Einzelteilen war, sonst hätte das mit der geringen Stoffbreite so gar nicht geklappt. Es war richtig schön, sich mal wieder mit diesem Thema zu beschäftigen.

 

Den ganzen Feiertag habe ich damit verbracht, meine Weste zu fertigen, am Ende des Tages war sie dann „fast“ fertig.

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Dann stellte ich fest, dass es doch hilfreich ist, wenn man sich die Anleitung auch vorher durchliest. Ich hatte nämlich schon die Seitennähte geschlossen, bevor ich die Belege an den Armausschnitten befestigt habe. Das klappte also nicht. Damit es ordentlich wird, muss man es schon anders herum machen. Tja, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Und wer es dann auch noch tut, noch mehr. Aber ein wenig Auftrennen ist ja nicht weiter schlimm, und so habe ich die Restarbeiten heute Vormittag gemacht.

Und das ist es nun: mein Fischgrätchen. Endlich einmal ein Stück, dass ich ich praktisch vom Faden an selbst gefertigt habe – gesponnen, gewebt, genäht. Ich finde, dass es ganz klasse geworden ist und hoffe, dass es euch auch so gut gefällt.

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Ich wünsche euch noch einen schönen Brückentag, hier in Nordrhein-Westfalen ist es jedenfalls einer, und dann ein tolles kreatives Wochenende.

 

Babydecke für Charlotte Rosalie -zum ersten

Unsere Freundin Simone erwartet ganz bald ihr viertes Baby, ein Mädchen. Über den Namen konnte sich die Familie noch nicht ganz einigen, sie soll entweder Charlotte oder Rosalie heißen. Egal wie es dann wird, wir hoffen, dass alle gesund und munter sind und die kleine Charlotte Rosalie oder Rosalie Charlotte in diesem Erdenleben von allen herzlich begrüßt wird. Wir wünschen ihr ein friedvolles, gesundes und erfüllendes Leben.

Zur Begrüßung webe ich für sie eine Babydecke, dieses Mal aus Baumwolle in DK-Stärke. Bislang ist die Kette geschärt, der Webstuhl gebäumt, die Litzen und das Riet gestochen und die erste Prüfung, ob alles fehlerfrei ist, hat auch schon mit Abfallgarn stattgefunden.

So sieht der gerichtete Webstuhl aus, ich webe die Decke auf meinem kleinen David von Louet (mein absoluter Lieblingswebstuhl).

Alles hat auf Anhieb geklappt, ich musste gar keine Fehler beheben. Jetzt geht es also los.

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Sobald es Fortschritte zu berichten gibt, melde ich mich wieder.

Upstairs

So heißt ein tolles Pattern, das auf Ravelry kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ich hatte schon darüber berichtet, denn aus einem Geburtstagsgeschenk – ein tolles Farbverlaufsgarn von Lana Grossa – sollte daraus ein Schal werden. Noch ein Dreieckstuch, das brauche ich nicht, deshalb ein gemütlicher und ganz langer kuschliger Schal.

Nun ist er also endlich fertig, immerhin waren 900 m auf dem Cake und ich habe auch alles verarbeitet. So sieht das Ergebnis aus:

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Ich bin ganz glücklich damit und werde ihn morgen das erste Mal ausführen.

Bis dahin genießt die neue Woche.